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Aktuelles Geschriebenes

Neues Buch ab September 2022

Weltweit blockieren rechte Parteien und Netzwerke effektiven Klimaschutz. Das ist kein Zufall: Denn die Hauptverantwortung für den Klimawandel trägt der reiche globale Norden, aber seine Opfer sind vor allem ohnehin benachteiligte Menschen – hierzulande und im Süden. Um diesen Klimarassismus zu kaschieren, leugnen die Rechten, dass die Erderhitzung überhaupt ein Problem ist. Dieses Buch zeigt, wo die politischen Gefahren des rechten Rückschlags gegen den grünen Umbau in Deutschland und der westlichen Welt liegen und mit welchen Netzwerken und Argumentationsweisen die Rechten die ökologische Transformation angreifen.

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Persönliches

Zur Person

Matthias Quent, Dr. phil., ist Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Bekannt ist er aus den Medien als Experte für Rechtsextremismus, Radikalisierung, Rassismus und Hass. 

Quent war seit 2016 Gründer und Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung. Das IDZ ist Teil des bundesweiten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Zum 1. Februar 2022 hat Quent den Staffelstab der Leitung des IDZ an Dr. Axel Salheiser übergeben.

Matthias Quent (Bild: Sio Motion)

Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, Essays sowie Sachbücher. Sein Buch „Deutschland rechts außen – wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können“ (Piper, 2019) stand auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde mit dem Preis „Das politische Buch 2020“ ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er gemeinsam mit Dr. Suzan Nobrega und Jonas Zipf den Sammelband „Rassismus. Macht Vergessen. Von München über den NSU bis Hanau: Symbolische und materielle Kämpfe entlang rechten Terrors“ (transcript, 2021). Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung

Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte umfassen Polarisierung und Zusammenhalt, Klimarassismus und rechte Reaktionen gegen ökologische Transformation und gegen Klimagerechtigkeit. Er beschäftigt sich außerdem mit den sozialen Folgen von Digitalisierung und Mediatisierung und Möglichkeiten der Demokratisierung in sozialen Netzwerken.

Einem einer demokratischen und zivilen Gesellschaft verpflichteten Verständnis von öffentlicher Soziologie folgend, setzt sich Matthias Quent für eine breite Wissenschaftskommunikation und für faktenbasierte und wertorientierte Diskurse in der Gesellschaft ein. 

Als Berater, Gutachter, Experte und Speaker ist Quent für öffentliche und private Institutionen und Initiativen ansprechbar. 

Er war u.a. Sachverständiger für verschiedene Gremien und Untersuchungsausschüsse, z.B. in den Landtagen von Hessen und Thüringen sowie des Deutschen Bundestags, für die Stadt München und für die Justiz. Quent beriet auch den Kabinettsausschuss der Deutschen Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus.

1986 geboren und aufgewachsen in Thüringen, wurde Matthias Quent bereits in seiner Jugend mit rechter Gewalt konfrontiert und setzt sich seitdem mit den Ursachen und Handlungsmöglichkeiten gegen rechts auseinander. Studiert hat Matthias Quent Soziologie, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der University of Leicester (England). Er promovierte über die Zusammenhänge und Dynamiken der individuellen, gruppalen und gesellschaftlichen Einflüsse auf die Radikalisierung des rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Die Promotion Rassismus, Radikalisierung, Rechtsterrorismus. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät wurde mit dem Nachwuchspreis des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus/Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf (2012) ausgezeichnet. In der Studie wurden der Rechtsterrorismus und die Radikalisierung des NSU als Formen des Vigilantismus untersucht.

2016 wurde Quent von der Stadt Jena mit dem Preis für Zivilcourage geehrt. DIE ZEIT wählte Quent 2019 zu einem der 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen.

Derzeit ist Quent u.a. Mitglied im Beirat des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit des Landes Sachsen-Anhalt, im Gesprächskreis „Digitalität und Verantwortung“ von Meta sowie im Institut für Protest- und Bewegungsforschung. Er ist außerdem Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung.

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Gesprochenes

SWR2:Bekämpfen oder verwalten – Was tut der Staat gegen  Rechtsextremismus?

„Ob die Morde des Terrortrios NSU, das Attentat auf Walter Lübcke oder der rassistische Anschlag in Hanau – rechtsextreme Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch die jüngere Geschichte der Bundesrepublik. Doch gerade beim Fall Hanau und seiner schleppenden Aufarbeitung stellt sich die Frage: Tut der Staat genug im Kampf gegen Rechtsextremismus? Warum enden Ermittlungsverfahren, bevor eine Tat wirklich aufgeklärt ist? Warum haben die Sicherheitsbehörden rechtsextreme Gewalttäter manchmal gar nicht auf dem Schirm? Max Bauer diskutiert mit Heike Kleffner – Bundesverband der Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, Armin Kurtović – sein Sohn Hamza Kurtović wurde beim rechtsterroristischen Anschlag von Hanau ermordet, Prof. Dr. Matthias Quent – Soziologe und Rechtsextremismusforscher, Hochschule Magdeburg-Stendal“.

>>> Zum Podcast

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Gesprochenes

Klimakollaps, Energiekrise & rechte Narrative

titel, thesen, temperamente (ARD): „Der Klimawandel ist unübersehbar. Wer eine effektive Klimaschutzpolitik blockiert und wie die Rechte versucht, von sozialen Verwerfungen zu profitieren, darüber hat ttt mit den Buchautoren Susanne Götze und Matthias Quent gesprochen.“

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„Aufgewachsen unter Glatzen“

Wichtige zweiteilige Dokumentation (3sat) u.a. mit Matthias Quent:

Teil 1: Landschaften der Angst

Teil 2: Das Erbe der Baseballschlägerjahre

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ZDF-Morgenmagazin vom 25. August 2022

„Rechtsextremismus sei weiter eine Gefahr, so die Integrationsbeauftragte Reem Alabali-Radovan (SPD) und Extremismusforscher Prof. Matthias Quent 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen.“

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/rechtsextremismus-innere-gefahr-rostock-lichtenhagen-sonnenblumenhaus-100.html
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#Dienstpflicht – Mit Zwang zum Gemeinwohl?

Im Podcast „Der Tag“ des Deutschlandfunks vom 13. Juni 2022 zur Diskussion um eine Dienstpflicht in sozialen Feldern: https://www.deutschlandfunk.de/dienstpflicht-mit-zwang-zum-gemeinwohl-dlf-708b5ee7-100.html

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Hass im Netz – Strafverfolgung im Internet – Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am 12. Mai 2022 in Mainz mit Johannes Kunz (Präsident Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz), Elmar May (Leiter Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz), Josephine Ballon (HateAid), Prof. Dr. Matthias Quent (Hochschule Magdeburg-Stendal), Moderation: Klaus Scherer, Journalist und Autor

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Gesprochenes

Spiegel TV Im Verhör: Die Welt der Querdenken

19.03.2022: Spiegel TV Talk-Format „Im Verhör“ u.a. mit Matthias Quent

„Zwei Jahre nach dem Lockdown widmen wir uns in der „Im Verhör“-Reihe der Welt der Querdenker. In der ersten Episode geht es um das weite Spektrum der Protestler. Von Rechten, Hippies, Esoterikern und ernsthaft besorgten Bürgern. Wer lief da eigentlich mit auf den großen Massen-Demonstrationen in Berlin und dem Rest der Republik?“

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Geschriebenes

Warum der Kampf gegen Radikalisierung auf Telegram so schwierig ist – und was dennoch möglich ist

Beitrag für den Hauptstadtbrief, 30.01.2021

„Es ist ein Machtkampf mit vielen Ebenen: Die Bundesregierung will gegen die App Telegram vorgehen, um Dynamiken der Desinformation und Radikalisierung zu durchbrechen – insbesondere von radikalisierten Gegnern der Coronapolitik. Die Plattform steckt voller strafbarer Inhalte: Gewalt- und Mordaufrufe, Beleidigungen, Handel mit gefälschten Impfzertifikaten, Verleumdungen, Veröffentlichung privater Daten, Handel mit harten Drogen und mit Waffen. Einschüchterungsversuche wie der Aufmarsch vor dem Privathaus der sächsischen Sozialministerin Petra Köpping wurden darüber vorbereitet und die Durchführung terroristischer Anschläge unter anderem gegen den sächsischen Ministerpräsidenten diskutiert.“ Weiterlesen im Hauptstadtbrief

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Gesprochenes

Podcast „Science Talk“

Wie rassistisch sind deutsche Behörden? Gibt es einen Zusammenhang zwischen hohen Corona-Inzidenzen und Wahlergebnissen? Warum sind in einer aufgeklärten Demokratie immer wieder rückschrittliche Ansichten auf dem Vormarsch? Und wie kann man als Einzelperson auf kritische Zustände reagieren? Anregende Denkanstöße gibt Prof. Dr. Matthias Quent, Professor für Soziologie für die Soziale Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena, in der 24. Folge des Podcast-Formats „Science Talk“ (19.01.2022).